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Hanspeter Ehrat im Gespräch mit Catsline


Wie gehst du beim Zeichnen vor, sind viele Dinge schon im Kopf oder entstehen sie während du zeichnest?
Ich entwickle meine Ideen selbstverständlich individuell nach den Vorstellungen meiner Kunden. Es ist manchmal ein weiter Weg bis die Zeichnung vom Kopf auf dem Papier ist. Es ist nun  einmal künstlerisches Schaffen. Wenn ich alle zwei Wochen den CATSLINE Newsletter mit "Linelottis Katzenwelt" herausgebe, überlege ich mir, was ich Aktuelles umsetzen will. Natürlich sollte ich dabei niemand vor den Kopf stossen. Das richtige Mass zu finden, ist hoher Anspruch. 

Wenn jemand Dich nach Deinem Beruf fragen würde, wie würdest Du Deine Tätigkeit beschreiben?
Meine Tätigkeit ist eine Mischung aus Zeichner, Illustrator, Cartoonist, Tagträumer, Lebenskünstler und Flaneur. Nichts geht ohne das andere.

Woher holst du Dir deine Inspiration?
Selbstverständlich von den Gegenständen meines Schaffens! Meine Katze Lucy inspiriert mich, immer neue Cartoons zu zeichnen. Dabei ist die Katze manchmal im Menschen oder der Mensch in der Katze. Da ergeben sich viele Möglichkeiten, und ich kann dabei meine innere Kindheit ausleben. 

Was meinst du damit, der Mensch ist in der Katze oder umgekehrt? 
Das ist eher philosophisch gemeint, denn als Mensch in der Katze, könnte ich sechzehn Stunden im Tag schlafen und von vielen Mäusen träumen. Andererseits kann die Katze im Menschen all das tun, was nur Menschen können. Zum Beispiel auf einem Motorrad sitzend durch die Gegend donnern und dabei Happy Birthday singen. 

Woran arbeitest du im Augenblick?
Ich zeichne neue Sujets für meine Unikat Karten und Bilder, welche ich hier in der Galerie anbiete. Auch habe ich immer wieder Aufträge für individuelle Karten und Bilder. 

Bist du fest auf Deine Katzenillustrationen fixiert, oder wagst du einmal etwas ganz anderes?
Nach den Katzen komme ich  vielleicht auf den Hund! Doch Spass beiseite: Mit den Katzenbildern habe ich schon einen grossen Bekanntheitsgrad erreicht.
Bei meinen Kunden illustriere ich gerne auch mal etwas anderes wie Katzen. Viele haben schon so viele Katzenkarten verschickt, dass plötzlich Pinguine und Kamele gefragt sind. 

Hast du Vorbilder?
Da habe ich eigentlich sehr viele, von Tomi Ungerer über Ronald Searle bis zu Paul Flora. Es würde zu weit führen alle aufzuzählen. Ich pflege und zeichne lieber meinen eigenen Stil. Die  Käufer meiner Bilder wollen einen echten Ehrat. 

Werden Cartoonzeichner als Künstler ernstgenommen?
Nicht immer. Für mich ist die Freude viel wichtiger, die  ich mit meinen Zeichnungen den Leuten machen kann. 

Welche Frage würdest du Dir selber am liebsten stellen?
Eine die ich noch nicht gehört habe. Das versuche ich jeden Tag. Neue Fragen führen zu neuen Antworten.

Zum Schluss noch. Welche Frage nervt manchmal?
Können Sie leben von Ihrer Arbeit? Ich lebe jedenfalls noch.